Qualitätsbereich Schulisches Lernen

Leitsatz

Schülerinnen und Schüler können beim Lernen selbstbestimmt und verantwortungsbewusst mit Medien und Medientechnik umgehen und nutzen diese zur Umsetzung von Lernzielen.

Indikatoren, an denen das erkannt werden kann, sind:

  • Das Lernen basiert auf schülerbezogenen Lernkonzepten, die die vielfältige Nutzung unterschiedlichster Medien ermöglichen.
  • Der kritische und reflexive Umgang mit Medien wird vom pädagogischen Personal als Bildungs- und Erziehungsaufgabe erkannt und angenommen und ist immanenter Bestandteil des lernbegleitenden Handelns.
  • Die Hinwendung und individuelle Bezugnahme zum / zur SchülerIn zur Förderung von selbstständigen Lernmethoden bezieht Medienhandeln und Medienerlebnisse der SchülerInnen ein und nutzt sie produktiv.
  • SchülerInnen praktizieren ein situations-, sach- und aufgabengerechtes Medienhandeln. Hierzu gibt das pädagogische Personal geeignete Hinweise für die Einbeziehung von Medientechnologien zur Förderung des selbstständigen Lernens.
  • Der Umgang mit Medien und Medientechnik wird durch geeignete Instrumente und Vorgehensweisen reflektiert, gefördert und bewertet.
  • Die Lernkonzepte beziehen Mediengestaltung und Medienproduktion ein, um Lernergebnisse darzustellen.
  • Neben der Beschreibung individueller Lernentwicklungen wird, auf die bei den SchülerInnen entwickelte Medienkompetenz, Bezug genommen. Medienkompetenz wird eine Kategorie der allgemeinen Lernleistung.

Mögliche Nachweise, Methoden und Arrangements:

  1. Das Lernen wird nach Konzepten des handlungsbasierten Lernens, wie z.B. das lebensnahe, problemlösende, fächerübergreifende, forschende, projektunterrichtliche Lernen organisiert.
  2. Die Unterrichtsgestaltung basiert auf Methoden des selbständigen Lernens. Wochenplan, Lernen an Stationen, Lerntheke, Gruppenpuzzle, Freiarbeit oder andere Methoden des schülerorientierten Lernens sind die Grundlage für die individuelle und vielfältige Mediennutzung.
  3. Das pädagogische Personal tauscht sich bezüglich geeigneter Strategien zur Mediennutzung aus. Expertenwissen wird durch schulin- und externe Kommunikation offengelegt und multipliziert (Siehe QB Kooperation).
  4. Bei der Umsetzung von Konzepten des schülerbezogenen Lernens werden die Interessen und Stärken der SchülerInnen (Lebensweltbezug) aufgenommen und produktiv verarbeitet. Interaktive Medien (Lernsoftware, Lernplattformen, Internet etc.) stehen den SchülerInnen zur Verfügung und ermöglichen ein individualisiertes Lernen.
  5. Mittels geeigneter Selbstlernumgebungen (z.B. Kooperations- und Kommunikationsplattformen wie z.B. Moodle, Lo-net oder SCHOLA- 21)) wird das selbständige Lernen unterstützt und darüber hinaus für alle Beteiligten transparent (Siehe QB Transparenz).
  6. Mittels geeigneter IT-Lösungen (Organisations- und Datenplattformen wie z.B. paedML) wird der hohe Differenzierungs- und Organisationsaufwand strukturiert und vereinfacht. .
  7. Das Medienhandeln der SchülerInnen wird regelmäßig diskutiert.
  8. Unterrichtlicher Medieneinsatz wird bezüglich seiner medienerzieherischen Aspekte regelmäßig thematisiert (Lehrer- und Schulkonferenz, Fach- oder Jahrgangskonferenzen).
  9. Das pädagogische Personal analysiert die Weiterentwicklungen der Unterrichtsmedien (Techniken, Inhalte) und prüft regelmäßig, inwieweit diese im Unterricht Anwendung finden können.
  10. Erfolgreiche Unterrichtspraxis wird innerhalb des Kollegiums reflektiert und weitergegeben. Das pädagogische Personal greift auf schulinterne und schulexterne Praxis-Ansätze zurück.
  11. Lernergebnisse werden durch medienbasierte Verfahren (Webseite, Weblog, Film, Podcast usw.) dargestellt und darauf bezogen bewertet.
  12. Für die Art und Weise der Darstellung werden schulinterne Bewertungsinstrumente entwickelt bzw. liegen vor.
 
Landesarbeitsgemeinschaft Medien M-V

Landesarbeitsgemeinschaft Medien M-V

Die Landesarbeitsgemeinschaft Medien Mecklenburg-Vorpommern e. V. versteht sich als Fachverband für Medienbildung und -kultur und vertritt den Zielen nach die Interessen von Akteuren der Medienbildung, Medienpädagogik, Medienproduktion, der Medienforschung und -wissenschaft in M-V. www.lagmedien.inmv.de
Schulische Medienbildung in MV

Schulische Medienbildung in MV

Der Schulversuch „Schulische Medienbildung in M-V“ hat in drei Schuljahren an neun Schulen im Land Mecklenburg-Vorpommern medienpädagogisches Arbeiten angeregt, ausprobiert, fest verankert, dokumentiert und zur Nachnutzung für alle Schulen des Landes aufbereitet.  jugend.inmv.de/medienundschule
Medienprojekte-Datenbank

Medienprojekte-Datenbank

Die Datenbank dokumentiert Medienprojekte, die im Schulversuch "Schulische Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern" an mindestens einer der neun beteiligten Schulen erfolgreich gelaufen sind. jugend.inmv.de/medienprojekte